Nachbesichtigung nach Unfall nicht ohne konkreten Grund

Wer nach einem Verkehrsunfall schon einmal versucht hat, kennt es vielleicht. Nach dem ein selbst eingeholtes Sachverständigengutachten oder ein Kostenvoranschlag eingereicht wurde, verlangt oder bittet die gegnerische Versicherung darum das beschädigte Fahrzeug besichtigen zu dürfen, sog. Nachbesichtigung. Der kritischen Unfallgeschädigte vermutet richtig, dass der Versicherer den Schaden kleinrechnen will.

 

Das Landgericht Potsdam (11 O 166/14) hat nun einmal mehr klargestellt, dass eine Nachbesichtigung nicht ohne Weiteres verlangt werden darf. Danach hat der gegnerische Haftpflichtversicherer kein Recht auf eine Nachbesichtigung, wenn nicht anhand einzelner nachvollziehbarer Schadenteile konkret begründet wird, warum eine Nachbesichtigung notwendig ist.

 

Empfehlenswert ist es daher nach einem Verkehrsunfall immer einen verkehrsrechtlichen versierten Rechtsanwalt zu kontaktieren!

Fehlender Fahrradhelm führt nicht zu einer Mitschuld!

Grundlage des vor dem Bundesgerichtshofs (Urteil vom 17. Juni 2014 – VI ZR 281/13) geführten Prozesses war ein Unfall zwischen einer Radfahrerin, die keinen Helm trug und einem PKW. Der Autofahrer öffnete die Fahrertür seines geparkten Fahrzeuges ohne die Radfahrerin zu beachten. Es kam zur Kollision, da die Radfahrerin nicht mehr ausweichen konnte. Sie erlitt dadurch schwere Kopfverletzungen. Durch das Tragen des Helmes wären diese Verletzungen geringer ausgefallen. Das OLG Schleswig hat der Radfahrerin eine Mitschuld von 20% zugesprochen, da mit Tragen des Helmes die Verletzungen geringer ausgefallen wären. Read more

Wertminderung nach Unfall auch bei PKW mit 195.000 km Laufleistung?! Ja, so das Amtsgericht Hamburg.

Alle wissen, dass es schwierig ist seinen Gebrauchtwagen als Unfallwagen später weiter zu verkaufen. In jedem Fall ist der zu erzielende Erlös mit dem Unfall geringer als ohne den Unfall.

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